09.10.2015 / Inland / Seite 5

Exotischer Bieter

Umweltschutzorganisation Greenpeace will Braunkohlesparte von Vattenfall übernehmen – und sozialverträglich stillegen

Bernd Müller

Der erste Schritt beim Verkauf der Braunkohlesparte von Vattenfall ist vollzogen. Bis zum Dienstag hatten Bieter Zeit, ihren »Letter of Interest« bei der US-Bank Citigroup einzureichen, die von dem Konzern mit dem Verkauf beauftragt ist. Ein potentieller Käufer überraschte dabei: Der schwedische Ableger der Umweltorganisation Greenpeace erwägt, Braunkohlekraftwerke und Tagebaue in der Lausitz zu übernehmen.

Als einen Witz will Annika Jacobson, Chefin von Greenpeace in Schweden, das allerdings nicht verstanden wissen. »Wir meinen das sehr, sehr ernst«, sagte sie gegenüber ihrer Verbandszeitung. Das beste wäre allerdings gewesen, wenn die schwedische Regierung weiterhin die Kontrolle über das Braunkohlegeschäft ausüben würde, meinte sie. Da diese es aber abstoßen wolle, bestehe die Gefahr, dass ein anderer Käufer fünf neue Tagebaue in der Lausitz erschließt. Dem wolle man zuvorkommen. »Wir versuchen, auf jede Art und Weise sicherzustellen, dass die Kohle im...

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