Gegründet 1947 Montag, 25. März 2019, Nr. 71
Die junge Welt wird von 2173 GenossInnen herausgegeben
25.01.2002 / Inland

Heiße Luft von Scharping

Strahlengeschädigte Bundeswehrsoldaten warten noch immer auf versprochene Entschädigungen

Rainer Balcerowiak

Das am 21. Juni des vergangenen Jahres abgegebene Versprechen von Bundesverteidigungsminister Rudolf Scharping, radargeschädigte Bundeswehrsoldaten »schnell, streitfrei und großherzig« zu entschädigen, hat sich als heiße Luft erwiesen. Dieses Fazit zogen am Donnerstag der Bund der Radargeschädigten, der Bundeswehrverband und Rechtsanwalt Reiner Geulen, der insgesamt 730 Opfer von dauerhafter Niedrigstrahlung und deren Angehörige juristisch vertritt. Nur fünf von 1500 Anträgen auf Anerkennung einer Wehrdienstbeschädigung seien positiv beschieden worden. Auch bei den 133 Anträgen, die erst nach Scharpings vollmundiger Ankündigung gestellt worden sind, habe es nur eine Anerkennung gegeben.

Das Verteidigungsministerium bedient sich bei der Abwimmlung der Entschädigungsforderungen ziemlich übler Tricks. Die entstandenen Stahlenbelastungen würden von der Bundeswehr »systematisch heruntergerechnet«, um einen ursächlichen Zu...

Artikel-Länge: 2892 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €