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28.09.2015 / Ansichten / Seite 8

Diplomatie und Dialog

Russlands Engagement für Syrien

Karin Leukefeld

Das russische Engagement in Syrien ist eine Reaktion auf die Unfähigkeit des Westens, Interessenkonflikte im Dialog zu lösen. Der ehemalige CIA-Chef, General David Petraeus bezeichnete vor wenigen Tagen bei einer Anhörung im Streitkräfteausschuss des US-Senats die Lage in Syrien als »geopolitisches Tschernobyl« für die USA. »Ähnlich wie eine nukleare Katastrophe« würden die negativen Auswirkungen des Krieges »noch jahrzehntelang präsent sein«, so der Exmilitär. Wenige Tage zuvor hatte er noch für einen massiven Truppeneinmarsch (arabischer Staaten) in Syrien und für die Kooperation mit dem »moderaten« Al-Qaida-Ableger in Syrien, der Al-Nusra-Front plädiert. Nun räumte Petraeus ein, dass Russlands Handeln im Nahen Osten zwar eine »Provokation« sei. Gleichzeitig sei Moskau aber auch eine »wichtige politische Kraft«.

Russlands aktuelle Stärke in der syrischen Tragödie rührt vor allem daher, dass es nie den Gesprächsfaden mit den verfeindeten Seiten abreißen ...

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