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24.09.2015 / Feuilleton / Seite 10

Am Scheideweg

Ein nachgelassenes Werk von Liselotte Welskopf-Henrich erzählt von der Zeit kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs

Gerd Bedszent

Die Kinder– und Jugendbuchautorin Liselotte Welskopf-Henrich wurde in der DDR durch ihre beiden Romanzyklen »Die Söhne der Großen Bärin« und »Das Blut des Adlers« populär. Die Verfilmung der »Söhne« durch die DEFA im Jahr 1966 war der Auftakt für eine ganze Reihe von Indianerstreifen.

Weniger bekannt sind zwei frühe Werke, in denen Welskopf-Henrich den Widerstand gegen den Hitlerfaschismus und ihre Beteiligung daran thematisiert. Der stark autobiographische Roman »Jan und Jutta« erzählt, wie eine einfache Angestellte einem inhaftierten Kommunisten zur Flucht aus dem KZ verhilft und ihn bis Kriegsende versteckt. Die beiden werden schließlich ein Paar. »Zwei Freunde« schildert die unterschiedlichen Lebenswege von zwei Ministerialbeamten. Während der Antifaschist Wichmann den Terror des Regimes erleidet, wird sein Freund und Vorgesetzter zum SS-Offizier. Erst zum Ende der Naziherrschaft begreift dieser, auf was er sich eingelassen hat, protestiert gegen Mass...

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