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22.09.2015 / Inland / Seite 4

Kontrolle und Zwang

Widerstand von Frauenverbänden gegen geplantes Prostitutionsschutzgesetz: Weitere Stigmatisierung der Sexarbeit zu befürchten

Anna Bock

Noch in dieser Legislaturperiode soll ein Gesetz zur Regulierung des Prostitutionsgewerbes und zum Schutz von Sexarbeitern und Sexarbeiterinnen verabschiedet werden. Das sogenannte Prostitutionsschutzgesetz soll Regelungen von 2002 erweitern und verbessern. Verschiedene Frauenverbände finden den Entwurf allerdings kontraproduktiv.

Während einer Pressekonferenz am gestrigen Montag begrüßten der Deutsche Frauenrat, der Deutsche Juristinnenbund, die Diakonie und die Deutsche Aidshilfe zwar grundsätzlich das Ziel des geplanten Gesetzes, »den Schutz der in der Prostitution arbeitenden Frauen und Männer zu erhöhen und das Prostitutionsgewerbe transparent und einheitlich zu regulieren«. Statt auf Schutz und Aufklärung setze der Gesetzentwurf jedoch auf Kontrolle und Zwang, erklärte Marianne Rademacher, die Frauenreferentin der Deutschen Aidshilfe: Die geplante Anmeldepflicht sei »nicht geeignet, der Zwangsprostitution entgegenzuwirken«, vielmehr würde die gesell...

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