17.09.2015 / Inland / Seite 5

»Katastrophenschutz kaum machbar«

Urantransporte rollen durch Europa. Die Öffentlichkeit soll nichts erfahren, doch Protest regt sich

Reimar Paul

Protest in Perl: Anti-Atom-Aktivisten aus Deutschland und Frankreich haben am Mittwoch vormittag in der saarländischen Gemeinde mit einer Mahnwache gegen Urantransporte demonstriert. Konkreter Anlass für die Aktion war ein Bahntransport von Uranerzkonzentrat vom Hamburger Hafen über Koblenz und Trier nach Narbonne in Frankreich.

Das Uranerzkonzentrat, auch bekannt als »Yellow Cake«, kommt auf Schiffen aus Namibia über den Atlantik oder aus Usbekistan, Kasachstan oder Russland über den Nord-Ostsee-Kanal nach Hamburg. Im dortigen Hafen wird es verladen und dann auf Zügen quer durch Deutschland und Frankreich zur Aufbereitungsanlage nach Narbonne gebracht. In der südfranzösischen Stadt steht eine Fabrik, die das Uranerzkonzentrat raffiniert und chemisch umwandelt. Das ist eine Vorstufe zur Urananreicherung, zur Produktion von AKW-Brennelementen oder auch Waffen.

Die Transporte rollen meist über die Strecke Koblenz–Trier–Perl, ohne dass die Öff...

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