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16.09.2015 / Ansichten / Seite 8

Zynischer Plan

Flüchtlinge als Mindestlohnbrecher?

Daniel Behruzi

Was hatten die Konzerne und ihre Lobbyisten nicht alles prophezeit: Ein Massensterben kleiner Betriebe, Entlassungen, Preisexplosionen, kein Spargel mehr auf dem Teller und keine Zeitung im Briefkasten – all das und noch viel mehr drohte angeblich durch die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns. Seit Jahresbeginn gilt dieser nun in einer Höhe von 8,50 Euro pro Stunde – wenn auch mit gravierenden Ausnahmen. Der Deutsche Gewerkschaftsbund zog am Dienstag in Berlin eine Zwischenbilanz und kam zu dem klaren Ergebnis: Alles Quatsch. Auch im Gastgewerbe, im Handel und anderswo gibt es heute nicht weniger, sondern mehr Jobs als vor einem Jahr.

Insbesondere Un- und Angelernte in Ostdeutschland haben von der Lohnuntergrenze profitiert. Und: Laut Bundesagentur für Arbeit wird die Zahl der sogenannten Aufstocker, die ihre Hungerlöhne mit Arbeitslosengeld II (ALG II) aufbessern müssen, dieses Jahr um rund 60 000 zurückgehen. Bei mehr als 1,3 Millionen arbeitende...

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