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15.09.2015 / Kapital & Arbeit / Seite 5

Hauptsache, gegen die Banken

Schweizer Industriearbeiter werden von ihren Chefs entlassen oder müssen länger schuften. Kämpfen will die Gewerkschaft Unia aber gegen das Finanzkapital

Johannes Supe/Bern

Am Ende darf Nick Hayek doch seine Zigarre paffen. Im eng besetzten Saal finden das nicht alle gut, aber egal. Man müsse ein guter Gastgeber sein, mahnt Gewerkschafter Corrado Pardini. Dem Chef der Swatch-Gruppe könne man doch seine Gewohnheiten lassen. Der Uhrenbaron mit dem Stumpen, platziert vor fast 250 Arbeitern. So war der Industrietag 2015, den die größte Gewerkschaft der Schweiz, Unia, am vergangenen Freitag in Bern organisierte.

Der Grund für das ungewöhnlich Zusammenkommen liegt einige Monate zurück. Am 15. Januar hob die Schweizerische Nationalbank (SNB) den Mindestkurs des Franken gegenüber dem Euro auf, seitdem ist die Währung immer »stärker«, also teurer, geworden. 1,2 Franken erhielt man bis zum SNB-Entscheid für einen Euro. Nun schwankt der Kurs, mal liegt er bei einem Franken, zuletzt bei 1,1 Franken. Gift für die Exportindustrie der Schweiz, deren Güter fürs Ausland über Nacht teurer wurden. Industriegewerkschafter Pardini geht no...

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