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10.09.2015 / Ausland / Seite 6

Entrechtet in der Sackgasse

Tausende Flüchtlinge sitzen vor spanischen Exklaven in Nordafrika fest

Andrea Pettrachin (IPS), Christian Selz

Es waren eher folkloristische als christliche Werte, die der Vertreter der spanischen Regierung in der Exklave Melilla, Abdelmalik El Barkani, am Dienstag durchblicken ließ. Im Anschluss an die Messe zu Ehren der Schutzheiligen der Stadt sagte er in der Kirche der Unbefleckten Empfängnis, in Syrien müsse »der Stier bei den Hörnern« gepackt werden. Der Gesandte Madrids forderte, Initiativen zu ergreifen, damit Menschen nicht fliehen müssten. Was er meinte, drückte sein Stadtpräsident und Parteifreund in der erzkonservativen Partido Popular (PP), Juan José Imbroda, unverblümter aus: eine Militärintervention in Syrien. Und wenn es für die kein UN-Mandat gäbe, dann müsse ein Beschluss von NATO oder EU genügen. Der Grund für den Aktionismus der Politiker: Sie wollen verhindern, dass Melilla und Ceuta, die zwei spanischen Exklaven in Nordafrika, zu Zufluchtsorten erklärt werden, wie die inzwischen links regierten Metropolen Madrid, Barcelona und Valencia das be...

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