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10.09.2015 / Feuilleton / Seite 10

Aufstieg und Verlust

Matthew Thomas erzählt von einem bewegenden Familiendrama

Matthias Reichelt

Die Sehnsucht nach einem besseren Leben, die Hoffnung, sich aus der eigenen Klasse mittels Aufstieg zu verabschieden, ist ein verbreitetes Sujet in der US-Literatur. Doch das in der Unabhängigkeitserklärung garantierte Recht jedes Amerikaners nach seinem Glück zu streben (Pursuit of Happiness), zerschellt an einer Realität, die von Rassismus und Klassenherrschaft geprägt ist.

Auch Eileen Tumulty, 1941 als einziges Kind eines irischen Ehepaars geboren, will es besser haben als ihre Eltern, die in ärmlichen Verhältnissen in kleiner Wohnung mit Untermieter ein trauriges Dasein fristen. Die Mutter der Protagonistin aus dem Roman »Wir sind nicht wir« von Matthew Thomas geht putzen, und der Vater arbeitet in verschiedenen Kneipen hinter dem Tresen, wo er unter dem Namen Big Mike firmiert. Wenn er die Tochter nachmittags auf dem Weg in die Kneipe von der Ballettstunde abholt, erlebt sie, wieviel Respekt viele Arbeiter ihrem Vater entgegenbringen. Für sie ist er ...

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