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06.08.2015 / Schwerpunkt / Seite 3

Bankrottes »Territorium«

Der karibische Inselstaat Puerto Rico steht vor der Pleite. Private Gläubiger fordern von der De-facto-Kolonie der USA drastische Kürzungsmaßnahmen

Jürgen Heiser

In den letzten Wochen ist das von westlichen Touristen als karibisches »Inselparadies« gern besuchte Puerto Rico ein Ort der Unruhe geworden. Streiks und Demonstrationen von Beschäftigten verschiedener Branchen, von Lehrern und Studierenden gipfelten Ende Juli in einer Großdemonstration in der Hauptstadt San Juan. Gewerkschaften, politische Organisationen und soziale Bewegungen protestierten gegen die staatliche Kürzungspolitik, die eng mit der prekären Finanzsituation des völlig von den USA abhängigen Inselstaats verknüpft ist. Am Montag dieser Woche schaffte es San Juan nicht, eine Anleihe nebst fälliger Zinsen in Höhe von 58 Millionen US-Dollar zurückzuzahlen. Überwiesen wurden den Gläubigern nur 628.000 US-Dollar. Ein solcher Zahlungsverzug bedeutet die Staatspleite, wie die Ratingagentur Moody\'s umgehend feststellte und das Land auf »Bankrottstatus« zurückstufte. Deutsche Medien waren schnell dabei, vom »Griechenland der USA« zu sprechen, was mit...

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