05.08.2015 / Thema / Seite 12

Fatale »Europhorie«

Die deutsche Linke macht sich nach wie vor große Illusionen über den Charakter der Syriza-Regierung und nimmt die Positionen der KKE nicht zur Kenntnis

Thanasis Spanidis

Am 18. Juli erschien auf den jW-Themaseiten der Beitrag »Etappenschlappe« von Thomas Sablowski. Darin analysierte der Autor die Niederlage der Syriza-Regierung. Den Einschätzungen Sablowskis, insbesondere zur Haltung der Linken zur EU, widersprach zum Teil Andreas Wehr in seinem Artikel »Putsch in der Syriza« vom 28.7. An dieser Stelle nimmt nun auch Thanasis Spanidis Bezug auf den Text von Sablowski und erweitert die Debatte um die Positionen der KKE. Spanidis ist politischer Aktivist und lebt in Tübingen.

Wir alle erinnern uns zurück an den Freudentaumel, dem sich große Teile der europäischen Linken im Januar hingaben, als die griechische Linkspartei Syriza unter ihrem charismatischen Vorsitzenden Alexis Tsipras die Parlamentswahlen gewann und mit der nationalistischen Rechtspartei Anel die erste Regierung seit Jahrzehnten begründete, an der keine der beiden etablierten »Volksparteien« Nea Dimokratia (ND) und Pasok beteiligt war. In Deutschland w...

Artikel-Länge: 24171 Zeichen

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich

Jetzt die junge Welt abonnieren und Zugriff auf alle Artikel erhalten!

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe