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27.07.2015 / Feuilleton / Seite 11

Das Taxi und die Straße

Jafar Panahi führt die Konflikte der Islamischen Republik Iran auf engem Raum zusammen

Kai Köhler

Manche Filme gewinnen ihre Spannung aus räumlicher Verdichtung: Leute, die eng zusammenhocken, geraten schnell in einen Konflikt, den sie dann auskämpfen müssen. Hierher gehört etwa das Genre des Gefängnisfilms. Das Roadmovie dagegen entwickelt sich mit dem Wechsel der Schauplätze, die stets Unerwartetes bringen können.

Das Taxi vereint die Vorzüge dieser beiden Strategien. Die Figuren müssen – wenigstens für einige Minuten – auf engstem Raum miteinander auskommen. Gleichzeitig erlaubt der rasche Wechsel von Personal und Schauplätzen ein umfassendes Gesellschaftsbild. Der iranische Regisseur Jafar Panahi, der von seiner Regierung mit Drehverbot belegt ist, hat diese Grundidee genutzt, um mit einfachsten Mitteln einen spannungsreichen Film herzustellen, der dann auf einem USB-Stick außer Landes gebracht wurde.

Die Kamera in »Taxi Teheran« zeigt zunächst den Fahrerblick durch die Windschutzscheibe, während sich unter den Fahrgästen (man teilt sich Taxis) di...

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