15.07.2015 / Schwerpunkt / Seite 3

Ringen um die Rehabilitierung

In Baden-Württemberg trafen sich Opfer der Berufsverbote mit Landtagsabgeordneten von SPD und Grünen

Johannes Supe

Über vier Jahrzehnte nach der Einführung des »Radikalenerlasses« beschäftigen sich auch Politiker Baden-Württembergs mit den Opfern der Berufsverbote. Ein erster runder Tisch zwischen Betroffenen und Landtagsabgeordneten von SPD und Grünen fand am 19. Juni statt.

»Dieser Austausch war ein erster Schritt«, sagte Klaus Lipps, Sprecher der Initiative »40 Jahre Radikalenerlass«, auf Nachfrage von junge Welt. Die Landtagsabgeordneten Ulrich Sckerl und Beate Böhlen (beide Grüne) sowie das SPD-Fraktionsmitglied Rita Haller-Haid nahmen an dem Treffen teil. Ihnen schilderten die Opfer der Berufsverbote ihre Fälle. Und sie nannten ihre Forderungen: Die rot-grüne Landesregierung müsse eine Entschuldigung aussprechen und sie vollständig rehabilitieren. Zudem müssten jene Personen  eine Ents...

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