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28.06.2015 / Inland / Seite 0

»In der Mitte der Gesellschaft«

Bundeswehr lud »alle Interessierten« zum Beförderungsappell vor dem Nymphenburger Schloss in München ein – und gleich wieder aus, als Kritiker gesichtet wurden

Claudia Wangerin, München

Ursprünglich sollten heute in München 443 Offiziersanwärter vor möglichst großem Publikum zu Leutnants und Leutnants zur See ernannt werden. »Die Veranstaltung ist öffentlich, alle Interessierten sind eingeladen teilzunehmen«, hieß es in einer Pressemitteilung vom Freitag vergangener Woche. Die Universität der Bundeswehr hatte jedoch offenbar nicht mit der Anwesenheit von Kritikern beim Beförderungsappell vor dem Nymphenburger Schloss gerechnet. Prompt nahm die Hochschule die Einladung heute vormittag zurück: Die Sicherheitslage habe sich zugespitzt, erklärte einer der Feldjäger an der Absperrung am äußersten Rondell des Schlossparks. »Wir haben schon die ersten rausgeholt«, sagte ein anderer Feldjäger am Presseeingang. Auf Nachfrage konkretisierte er: »Die ersten Linksextremisten«.

Neben eher kritischen Interessierten waren es vor allem Eltern und Freundinnen von Offiziersanwärtern, die gegen 10.30 Uhr an der Absperrung Einlass begehrten, hektisch...

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