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23.06.2015 / Inland / Seite 8

»Ein Polizist hat mir mit der Faust ins Gesicht geschlagen«

Statt die Pressefreiheit zu schützen, haben Beamte am Rand einer Demonstration gegen europäische Flüchtlingspolitik einen jW-Autor angegriffen. Gespräch mit Sofian Philip Naceur

Claudia Wrobel

Rund 7.000 Menschen demonstrierten am Sonntag vor dem Reichstag gegen die tödliche Politik der EU, sich gegenüber Flüchtlingen abzuschotten. Wie haben Sie die Situation beim »Marsch der Entschlossenen« erlebt, bevor die Polizei den Platz räumte und auch Sie angegriffen hat?

Nach der Demonstration sind fast alle auf diese Wiese geströmt. Die war zuvor durch einen Zaun gesichert, den die Leute aber zu Fall brachten. Zu diesem Zeitpunkt waren nicht besonders viele Polizisten vor Ort. Die da waren, konzentrierten sich darauf, den Teil des Zauns direkt vor dem Reichstag zu bewachen und niemanden näher an das Gebäude zu lassen. Die Stimmung auf der Wiese war ausgelassen: Die Leute haben Musik gemacht, symbolische Gräber angelegt, um darauf hinzuweisen, wie viele Menschen auf der Flucht nach Europa sterben. Nach einer Weile haben Bereitschaftspolizisten begonnen, auf die Wiese zu gehen, und sich dort in Kleingruppen positioniert. Meist in der Nähe von aus...

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