02.06.2015 / Inland / Seite 5

Billiger Strom

Für die industriellen Großverbraucher wird elektrische Energie immer günstiger. Private Abnehmer zahlen drauf und tragen allein die Ausgaben für die Netze

Wolfgang Pomrehn

In Deutschland sind im vergangenen Jahr die Großhandelspreise für Strom um 12 Prozent gesunken. Das geht aus einer Studie hervor, die der Übertragungsnetzbetreiber Tennet veröffentlicht hat. Im Jahresdurchschnitt mussten demnach an der Börse in Leipzig, wo der Strom gehandelt wird, im Durchschnitt 33 Euro für eine Megawattstunde bezahlt werden. Das entspricht 3,3 Cent pro Kilowattstunde. Damit seien die deutschen Börsenpreise die niedrigsten in Europa. Tennet betreibt das Höchstspannungsnetz im Nordwesten Deutschlands – mit Ausnahme Hamburgs –, in Bayern und in einem Streifen in der Mitte Deutschlands, der die beiden Gebiete miteinander verbindet. Die niederländische Mutter der deutschen Tennet TSO GmbH betreibt das dortige Höchstspannungsnetz und befindet sich im Besitz des niederländischen Staates.

Ursache der niedrigen Preise in Deutschland sind nach Ansicht der Autoren der Tennet-Marktanalyse der zurückgehende Stromverbrauch und das wachsende Angebot ...

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