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20.05.2015 / Inland / Seite 4

Mit der Staatsmacht gegen »Zecken«

Geleakte Chatprotokolle: Mehrere sächsische Polizisten stehen im Verdacht, »freundschaftlichen Austausch« mit der Neonaziszene zu pflegen

Susan Bonath

Wie weit reichen die Verbindungen der sächsischen Polizei in die Neonaziszene? Mindestens drei Beamte pflegen offenbar freundschaftliche Kontakte zu bekannten Rechtsradikalen und sympathisieren mit deren Ideologie. Zudem sollen polizeiinterne Informationen an die Szene weitergereicht und Absprachen bezüglich der Einsätze bei den Aufmärschen des Leipziger Pegida-Ablegers »Legida« getroffen worden sein. Das geht aus geleakten Chatprotokollen hervor, die am Sonntag abend auf der Internetplattform indymedia veröffentlicht wurden (jW berichtete). Seit Montag ermittelt nach Angaben des sächsischen Innenministeriums das Operative Abwehrzentrum (OAZ), eine Spezialeinheit zur Aufklärung rechter Straftaten.

»Die Vorwürfe wiegen schwer«, räumte OAZ-Leiter Bernd Merbitz am Montag gegenüber Journalisten ein. Man werde »die Sachverhalte klären« und »dann Entscheidungen treffen«. In einer Mitteilung versicherte das OAZ: »Die von linken Aktivisten geschlussfolgerten Bezi...

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