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19.05.2015 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 15

Klassenkampf ist konkret

Deutsche Medien tun gern so, als sei die BRD ein streikfreudiges Land. Ensemble, die Zeitschrift der CGT zeigt: Der Nachbar kann es besser

Georges Hallermayer, Dieter Schubert

Gewerkschafter wissen für gewöhnlich: Arbeitsniederlegungen sind das letzte Mittel, ihre »Herren Arbeitgeber« – in Frankreich werden sie »Patron« genannt – zum Einlenken zu bewegen, ihnen abzuringen, was sie freiwillig nicht »geben« wollen. Trotz des sich ausbreitenden Web-Prekariats, zahlloser Versionen von Billig- und Minijobs, deren Konditionen bestehende gesetzliche Regelungen unterlaufen, ist abhängige Lohnarbeit für die meisten Menschen immer noch die einzige Quelle, den Lebensunterhalt zu bestreiten. Es ist somit kein leichtfertiger Schritt, in den Streik zu treten – wie es beispielsweise der Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL) regelmäßig unterstellt wird.

Die Macht der Kapitaleigner wird von Justiz und Polizei geschützt. Dem setzen Arbeiter und Angestellte die Kraft der Solidarität entgegen. Der Begriff wird auch vom Klassengegner für sich reklamiert. Doch Solidarität ist das Gegenteil von Kungelei und »Schwarmintelligenz«, hat nichts mit gelen...

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