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02.04.2015 / Feuilleton / Seite 10

Der die Partei liebte

Giorgio Gallis Biographie porträtiert Pier Paolo Pasolini als marxistischen Intellektuellen

Gerhard Feldbauer

Pier Paolo Pasolini (1922–1975) bin ich zweimal begegnet, zuletzt wenige Wochen vor seiner Ermordung am 1. November 1975. Der Filmregisseur und Dichter war eine faszinierende Persönlichkeit, deren hageres Gesicht mit den asketischen Zügen unter dem schwarzen Haar und dem durchdringenden Blick sich unauslöschlich einprägte. Seine politischen Gedanken, die er streitbar und manchmal mit einem Anflug von Besessenheit darlegte, waren von einer Scharfsinnigkeit, die kaum einer seiner Genossen in der IKP und schon gar nicht in der Führung aufzuweisen hatte. Seine Homosexualität hat er nie verheimlicht.

Ich war erstaunt, wie fundiert Pasolini sich zu den 1973/74 bekanntgewordenen neuen faschistischen Putschversuchen äußerte. »Ich kenne die Namen der Verantwortlichen für das, was man Putsch nennt«, zitierte ihn der Corriere della Sera am 14. November 1974. Er sprach von einem »System der Herrschaftssicherung«, in das die CIA, griechische Obristen und die Maf...

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