30.03.2015 / Feuilleton / Seite 10

Spielzeugland Endlager

Edgar Hagen wollte die »sichersten Orten der Erde« finden. Entstanden ist ein Film über den fröhlichen Irrsinn der Endlagersuche

Anja Röhl

Er ist anders, dieser Antiatomfilm. Da sitzt Filmemacher Edgar Hagen gemeinsam mit jenen auf dem Sofa, die nach »Endlagern« suchen. Plaudert mit ihnen, lacht mit ihnen, lässt sich ihre Geschichten erzählen. Und jeder dieser Experten hat seinen eigenen »sichersten Ort der Erde«. An Ideen, wo die radioaktiven Abfälle der AKWs – mittlerweile gut 350.000 Tonnen – vergraben werden sollen, mangelt es also nicht: ein Flachland aus Ölbohrfeldern in den USA, ein Dorf in Schweden, der löcherige Salzstock in Gorleben, die Wüste Gobi in China oder gleich ganz Australien. Und doch ist bislang nicht ein Endlager in Betrieb genommen worden. Stets fand man bei ernsthaften Untersuchungen Mängel. Nicht mal die selbstgesetzte Vorgabe einiger Experten, ein Endlager müsse 100 Jahre überstehen können, wurde bislang erreicht. Nötig wäre wohl eine Lagerzeit von 100.000 Jahren. Und doch zeigt Regisseur Hagen in seiner »Reise zum sichersten Ort der Erde«, dass der Opti...

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