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30.03.2015 / Ausland / Seite 7

Konsens am Nil

Im Streit um ein Staudammprojekt Äthiopiens schwenken Sudan und Ägypten auf Kooperationskurs ein. Addis Abeba will Strom exportieren

Sofian Philip Naceur/Kairo

Äthiopien, Sudan und Ägypten haben am vergangenen Montag eine Absichtserklärung zum Umgang mit dem Bau eines Megastaudamms im Norden Äthiopiens unterzeichnet. Ägyptens Präsident Abdel Fattah Al-Sisi, Sudans Staatschef Omar Al-Baschir und Äthiopiens Premierminister Hailemariam Desalegn einigten sich in der sudanesischen Hauptstadt Khartum auf eine vorläufige Prinzipienerklärung. Die Verhandlungen der drei Staaten über Regelungen zur Aufteilung des Nil-Wassers sowie einvernehmliche Bestimmungen zur kommenden Bauphase des »Großen äthiopischen Renaissance-Staudamms« werden fortgesetzt.

Der Bau der Talsperre werde den drei Staaten keinerlei Schaden zufügen, betonte Äthiopiens Regierungschef Desalegn in Khartum. Al-Sisi sagte, bei dem Vertrag handele es sich um eine Rahmenvereinbarung, ein abschließendes Abkommen werde folgen. Er bekräftigte, der Staudamm werde Äthiopien mit sauberer Energie versorgen, während der Nil die einzige Wasserquelle Ägyptens sei und d...

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