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26.03.2015 / Medien / Seite 15

Die Freiheit reicher Leute

Vor dem Amerikagipfel im April macht die Interamerikanische Pressegesellschaft gegen progressive und linke Regierungen auf dem Kontinent Stimmung

Volker Hermsdorf

Die privaten Medienbesitzer Lateinamerikas sorgten sich auf der Halbjahresversammlung ihrer Dachorganisation »Sociedad Interamericana de Prensa« (SIP), die vom 6. bis 9. März im Hilton-Hotel von Panama stattfand, traditionsgemäß um die Pressefreiheit. Wie üblich klagten sie Länder mit linken oder progressiven Regierungen wie Kuba, Venezuela, Ecuador, Bolivien, Nicaragua und Argentinien an.

Doch etwas war in diesem Jahr anders. Schon in naher Zukunft erwarten die in der »Interamerikanischen Pressegesellschaft« organisierten Unternehmer offenbar ein anderes Amerika. »¿Una nueva América?« (Ein neues Amerika? – jW) lautete jedenfalls die Fragestellung einer Podiumsdiskussion auf ihrer Tagung. Durch die Annäherung zwischen den USA und Kuba entstünden neue Szenarien, ideologische Gegensätze würden abgebaut, Venezuela verliere an Einfluss, Kolumbien gewinne an Bedeutung, und »die Kubaner« warteten darauf, »individuelle Freiheit genießen zu können«, hieß es...

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