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04.03.2015 / Feuilleton / Seite 11

Jubel der Woche: Mira, Kellner, Unruh

Jegor Jublimov

Langsam nur begann die Karriere der Soubrette Gitta Mira an kleinen und mittleren Bühnen. Über ihre Heimatstadt Hamburg kam sie nach Berlin und avancierte bei Musiktheater und Kabarett als Brigitte Mira zum Publikumsliebling. Dass sie nach den NS-Rassegesetzen als »Halbjüdin« galt, konnte sie durch gefälschte Papiere verschleiern. Kurz nach Kriegsbeginn spielte sie gar in der propagandistischen Kurzfilmserie »Liese und Miese«. Sie konterkarierte als Miese viele Forderungen der Nazis im Alltag und wurde von Liese (Gisela Schlüter) zurechtgewiesen. Da aber der miesen Mira die Publikumsherzen zuflogen, wurde die Serie schnell wieder eingestellt.

Nach dem Krieg ging sie zu Felsenstein an die Komische Oper, blieb aber bald im Westen, wo sie als singende Komikerin bei Radio, Bühne und Film viel Blödsinn spielen durfte. Letztlich entdeckte ihre ernste Seite erst Rainer Werner Fassbinder in ...

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