25.02.2015 / Titel / Seite 1

24 oder 48 Stunden?

Ukraine verzögert Abzug weiter. »Nützliches« Ministertreffen in Paris. Polnischer Politiker erhofft »Durchbruch« bei Waffenlieferungen an Kiew

Reinhard Lauterbach

Im Donbass ist weiterhin unklar, ob der vereinbarte Abzug der schweren Waffen von der Front vonstatten geht oder nicht. Während die Aufständischen erklärten, der Rückzug sei im Gange, verneinte dies der ukrainische Armeesprecher Andrej Lissenko für seine Seite. Davon könne erst die Rede sein, wenn die Waffen 48 Stunden lang geschwiegen hätten, sagte Lissenko.

Zuvor hatte Kiew eine Waffenruhe von 24 Stunden verlangt. Lissenko bestätigte indirekt die gegnerischen Angaben, behauptete allerdings, es handle sich nicht um einen »planmäßigen Abzug«, sondern um eine Umgruppierung. Er warf den Aufständischen vor, ihre schweren Waffen in »gut getarnten Stellungen« im »Privatsektor« unterzustellen, d. h. zwischen Einfamilienhäusern ostukrainischer Ortschaften. Wie es dort möglich sein soll, getarnte Stellungen für Panzer und anderes schwere Gerät anzulegen, erläuterte Lissenko nicht. Die Behauptung von den schweren Waffen mitten in Wohnsiedlungen ist dagegen geeigne...

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