24.02.2015 / Ausland / Seite 7

Mauretaniens Motor stottert

Wegen nicht gezahlter Lohnerhöhungen streiken die Bergarbeiter der Eisenerzminen

Thomas Weische

Der mauretanische Staatskonzern SNIM ist ein Bergbauunternehmen der Superlative. Zu Spitzenzeiten fördert die »Societé Nationale Industrielle et Minière« zwölf Millionen Tonnen Eisenerz im Jahr. Der Konzern, der mit 5.000 Arbeitern landesweit die meisten Beschäftigten hat, trägt rund fünfzehn Prozent zum Bruttoinlandsprodukt Mauretaniens bei. Nach Unternehmensangaben rollt dort der längste und schwerste Güterzug der Welt durch die Wüste: Bis zu zweieinhalb Kilometer lang ist das mit Eisenerz vollbeladene Ungetüm. Doch der Wirtschaftsmotor ist ins Stottern geraten. Die SNIM-Führung hatte eine bereits im Mai vergangenen Jahres ausgehandelte Erhöhung der Löhne und Prämien nicht gezahlt. Daraufhin gingen die Bergarbeiter in dem nordwestafrikanischen Staat Ende Januar in den Streik – und sie streiken noch immer.

Man könne die Versprechen leider nicht erfüllen, da die Eisenpreise auf dem Weltmarkt gefallen seien, ließ das Management unter Generaldirektor ...

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