18.02.2015 / Inland / Seite 8

»Die Leute verschanzen sich hinter ihrer Doppelmoral«

In Auseinandersetzung um Baugruppen zeigt sich die Rolle linker Besserverdienender in der Stadtumstrukturierung. Gespräch mit Uta Lech

Claudia Wrobel

Uta Lech ist Filmemacherin und engagiert sich in der Berliner Stadtteilinitiative Karla Pappel

In einem Film zeigen Sie die Auseinandersetzung um Verdrängung exemplarisch in einem Berliner Kiez (siehe jW vom 13. Januar). Dabei stellen Sie insbesondere die Rolle sogenannter Baugruppen in den Mittelpunkt der Betrachtung. Was sind Baugruppen und welchen Part nehmen sie in der Stadtumstrukturierung ein?

Das sind Personen, die sich zusammentun, um ein Mehrfamilienhaus in der Stadt zu bauen. Jeder investiert seine Mittel in seine Wohnung. Wer mehr Geld hat bekommt zum Beispiel eher das Loft, wer weniger hat, zieht nach unten, wo es dunkler ist. Klar muss ein Treppenhaus, das alle nutzen, auch von allen finanziert werden. Architekten haben daraus eine tolle Geschäftsidee gemacht, und so wird das Bauen in der Stadt überhaupt möglich für Leute, die man der besseren Mittelschicht zuordnen kann. Die akademisch ausgebildete untere Mittelschicht gehört nicht dazu und ...

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