11.02.2015 / Ausland / Seite 7

Minsk als Makler

Belarus versucht, mit einer Vermittlung im Ukraine-Konflikt aus der Isolation herauszukommen

Reinhard Lauterbach

Die belarussische Hauptstadt Minsk ist nicht nur aus geographischen Gründen ein geeigneter Ort für Gespräche zur Beendigung des Kriegs in der Ukraine. Der Präsident des Landes, Alexander Lukaschenko, hat sich in dem Konflikt früh als Neutraler positioniert. Schon im vergangenen Frühjahr erklärte er, sein Land stehe nicht für eventuelle russische Militäreinsätze gegen die Ukraine zur Verfügung. Gleichzeitig vereinbarte er mit Russland die Einrichtung eines Luftwaffenstützpunkts in Lida nahe der Grenze zu Lettland und die Aufwertung der bestehenden Frühwarnsysteme. Die Kombination beider Entscheidungen hat ihre Logik: Minsk steht, so die Botschaft seines Präsidenten, an Russlands Seite, soweit es um die Verteidigung geht. Aus offensiven Aktionen des großen Nachbarn will es sich aber heraushalten. Entsprechend zählte Lukaschenko zu den ersten Politikern der Region, die die Präsidentschafts- und Parlamentswahlen der Ukraine anerkannten. Zur Amtseinführung von...

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