11.02.2015 / Antifa / Seite 15

»Angst vor der Stasi«

Neue Ermittlungen zum Oktoberfestattentat: Akten des aufgelösten DDR-Ministeriums könnten brisantes Material aus dem Westen vor dem Reißwolf schützen.

Claudia Wangerin

Rund zwei Jahre könnten die gerade wiederaufgenommenen Ermittlungen zum Oktoberfestattentat vom 26. September 1980 nach Einschätzung des Opferanwalts Werner Dietrich dauern. Rund 100.000 Seiten an Akten seien aufzuarbeiten, sagte Dietrich am Donnerstag abend in München bei einem Fachgespräch der Landtags-SPD. Deren Abgeordneter Franz Schindler, der dem Rechtsausschuss im Landtag vorsteht, hatte dem Anwalt unter Applaus gratuliert, weil »die jahrzehntelange Arbeit jetzt offensichtlich Früchte trägt«. Dietrich hatte im Dezember mit einem Antrag beim Generalbundesanwalt die Wiederaufnahme der Ermittlungen zum schwersten Terroranschlag der BRD-Geschichte erreicht. Rückschläge musste er vorher reichlich einstecken: Seit mehr als 30 Jahren vertritt Dietrich den Vater einer Familie, die bei dem Anschlag 1980 zwei Kinder verloren hatte, während die Mutter und weitere Kinder durch Splitter verletzt worden waren. Von sieben Familienmitgliedern leben heute nur noch ...

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