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13.10.2001 / Ansichten

Nahostkonflikt: Welche Chance hat die israelische Friedensbewegung?

Uri Avnery erhält in diesem Jahr zusammen mit seiner Frau Rachel den alternativen Nobelpreis. Der 78jährige Journalist und Schriftsteller lebt in Tel Aviv, wo er in der israelischen Friedensgruppe Gush Shalom aktiv ist. jW sprach mit ihm

Manfred Horn

F: Das Umfeld der Attentäter vom 11. September scheint nicht anders als durch Gewalt zu bändigen. Stimmen Sie einer militärischen Lösung zu?

Wenn es sich darum handelt, die Wut zu entladen, sind Militärschläge verständlich. Aber wenn das Ziel ist, dem Terror ein Ende zu bereiten, dann sind solche Aktionen sinnlos. Terror ist keine eigenmächtige Erscheinung, sondern das Resultat einer politischen Situation. Bin Laden, wenn er es war, hatte nicht zufällig diese Aktion zu diesem Zeitpunkt anberaumt. Man muß sich fragen, warum er das gerade am 11. September getan hat. Er glaubt, daß die Stimmung in den arabischen und muslimischen Ländern reif dafür ist. Er weiß, solche Taten sind bei den arabischen und muslimischen Massen populär, weil sich viel Haß gegen Amerika angesammelt hat.

F: Enden Militärschläge gegen radikale Islamisten nicht in der gleichen Gewaltlogik, die sich momentan zwischen Israel und Palästina abspielt?

Obwohl es zwei verschiedene Si...





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