04.02.2015 / Inland / Seite 2

»Denen nicht kampflos die Straße überlassen«

Teilnehmer an Aufmärschen lokaler »Pegida«-Netzwerke in Nordrhein-Westfalen zerstritten. Ein Gespräch mit Thomas Zmrzly

Markus Bernhardt

Thomas Zmrzly ist Mitglied im Sprecherkreis des »Duisburger Netzwerks gegen rechts« www.netzwerk-gegen-rechts.org

Am vergangenen Montag kam es in Duisburg und Düsseldorf erneut zu Aufmärschen aus dem Umfeld des »Pegida«-Netzwerks. Welchen Rückhalt haben die rassistischen Kulturkämpfer in der Bevölkerung?

Der Rückhalt ist gering. Zwar darf der Rassismus der sogenannten gesellschaftlichen Mitte keineswegs unterschätzt werden, die meisten Menschen in NRW wissen jedoch, dass bei den Aufmärschen hier mehrheitlich originäre Faschisten auf der Straße sind. So werden die Kundgebungen der Rechten in Düsseldorf etwa von Melanie Dittmer organisiert. Dittmer war in den 1990er Jahren eine der führenden Neonaziaktivistinnen und ist heute in der rassistischen Splitterpartei »Pro NRW« aktiv. Dass der Zenit dieser Aufmärsche überschritten ist, merkt man auch an den geringer werdenden Teilnehmerzahlen. In Duisburg waren es noc...

Artikel-Länge: 4132 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €
  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe