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04.02.2015 / Inland / Seite 5

Ein bisschen Schimmel

Studie beschreibt Armut in Berlin. Beirat für Familienfragen will »strukturelle Barrieren« abbauen, richten sollen es dann die Familien selbst

Johannes Supe

Wie sehen die »Lebenslagen und Potentiale armer Familien in Berlin« aus? Der Frage widmet sich eine am Dienstag vorgestellte Expertise des Instituts für Sozialarbeit und Sozialpädagogik (ISS), die vom Berliner Beirat für Familienfragen in Auftrag gegeben wurde. Die qualitative Studie, der 32 Interviews mit betroffenen Familien zugrunde liegen, gerät dabei zur erschütternden Zustandsbeschreibung von Armut in der Hauptstadt.

Von der sind wohl Hunderttausende zumindest bedroht. Bei über 15 Prozent lag 2012 die Armutsgefährdungsquote der Hauptstadt. Betrachtet man nur Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, waren es gar 17,8 Prozent. Die Auftragsarbeit des Berliner Beirats für Familienfragen lässt nun betroffene Familien exemplarisch zu Wort kommen.

Zu sagen haben die eine Menge, gerade bezüglich Armut und Arbeit. »Ich möchte gerne eine feste Anstellung wieder. Aber über 40 und ein Kind, das kannst du vergessen«, so eine der Befragten mit Hochschulabschluss, ...

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