31.01.2015 / Ausland / Seite 7

Blutige Bilanz

Verteidiger von Kobani nennen Opferzahlen. Kommunisten wollen internationale Brigaden bilden

Nick Brauns

Nach der Vertreibung der Kämpfer des »Islamischen Staates« (IS) aus der nordsyrischen Stadt Kobani (arabisch: Ain Al-Arab) zu Wochenbeginn haben die dortigen Volks- und Frauenverteidigungseinheiten YPG/YPJ mit der Errichtung eines Schutzkorridors begonnen. Eine Reihe von Dörfern rund um die vornehmlich von Kurden bewohnte Stadt wurde bereits befreit. Die ersten Zivilisten, die im vergangenen Herbst in die Türkei geflohen waren, sind in die zu 80 Prozent zerstörte Stadt zurückgekehrt. Am Grenzübergang zogen türkische Soldaten am Donnerstag eine zwölf Meter lange türkische Fahne auf. Die Beflaggung war im November entfernt worden, als IS-Kämpfer unter dem Schutz der türkischen Armee von türkischem Territorium aus das Feuer auf Kobani eröffneten.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan empörte sich unterdessen über die Freudentänze von Kurden in Kobani und vielen Städten der Türkei. Er werde niemals eine Autonomieregion in Nordsyrien nach dem Vorbild de...

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