26.01.2015 / Feuilleton / Seite 11

Mach es einfacher!

Einer der einflussreichsten Künstler überhaupt: Das Gesamtwerk von Chuck Berry in einer Luxusausgabe

Christof Meueler

Wollte man dem Rock ’n’ Roll einen anderen Namen geben, müsste er Chuck Berry heißen, hat John Lennon gesagt. 1976 dachte ich genauso, als Achtjähriger. Ich war in der dritten Klasse und kannte weder John Lennon noch Chuck Berry. Eines Sonntagnachmittags sah ich im Fernsehen einen Film, darin trat ein schwarzhaariger Mann im weißen Anzug mit Gitarre auf, der wackelte mit den Beinen und zuckte mit dem Oberkörper. Es war Chuck Berry, der »You can’t catch me« spielte. Und der Film war »Rock, Rock, Rock« aus dem Jahr 1956, was ich erst später erfahren sollte.

Berrys Auftritt war die erste Musik, die mich in meinem Leben kung-fu-artig ansprang. Schon einen Tag später griff ich in die Saiten. Vor dem Spiegel, mit meinem besten Freund Richard Wetzig aus dem Nachbarhaus. Nicht an der Luftgitarre, sondern am Federballschläger. Die Musik dazu kam aus der Plattensammlung meines Vaters. An »Roll over Beethoven« und »Maybellene« kann ich mich noch gu...

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