24.01.2015 / Feuilleton / Seite 11

Krieg auf dem Teppich

Wie reagieren afghanische Künstler auf den Dauerkrieg in ihrem Land? Die Ausstellung »Wartifacts« in Weimar

Su Tiqqun

 

Die Greuel des 17. Jahrhunderts, das von einer Vielzahl gleichzeitiger und aufeinanderfolgender Kriege auf einem nicht mehr überschaubaren Terrain erfasst wurde, und die aktuell mehr als 30 Jahre andauernden Kampfhandlungen in Afghanistan stehen im Mittelpunkt einer Ausstellung, die bis zum 8. März in der Galerie ACC in Weimar gezeigt wird.

Im Geflecht inhaltsleerer Kunstaffirmation ist das Programm des Galeristen Frank Motz singulär. Es zeichnet sich durch inhaltlich-komplexe, politisch-kritische und ästhetisch-unübliche Analogien aus. Steven Kurtz vom Critical Art Ensemble würdigte diese Ausnahmestellung mit folgenden Worten: »There is no better place to be an artist than at ACC.«

Derzeit konfrontiert Motz den Betrachter mit kriegsbedingten Artefakten: den »Wartifacts«. Der Kurator, der Wahl-Dresdner Till Ansgar Baumhauer, zeigt in seiner bisher umfangreichsten Schau 200 Arbeiten von zwölf Künstlern, die sich im Kontext ihrer Kriegs- und Alltagserfahr...

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