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21.01.2015 / Antifa / Seite 15

Schmutzige Spaltung

Sachsens »Blood and Honour«-Sektion besonders gewaltbereit? Im NSU-Prozess deutet sich ein Strategiewechsel bei Ralf Wohllebens Verteidigung an.

Claudia Wangerin

Strategiewechsel in der Verteidigung: Im NSU-Prozess vor dem Oberlandesgericht München wollen der als Unterstützer des »Nationalsozialistischen Untergrundes« mitangeklagte Ralf Wohlleben und seine Anwälte offenbar keine Rücksicht mehr auf Befindlichkeiten der Neonaziszene nehmen.

Wohlleben wird im Februar 40 Jahre alt und sitzt seit mehr als drei Jahren in Untersuchungshaft. Die Ankläger sehen den mutmaßlichen Mordhelfer als »steuernde Zentralfigur« der Unterstützer des »Nationalsozialistischen Untergrunds« (NSU). Bisher hat Wohlleben vor Gericht geschwiegen und wurde im Rahmen der Kampagne »Freiheit für Wolle« mit Spendensammlungen und einem Soli-Sampler von mehreren Neonazibands bedacht. Seit Verhandlungsbeginn im Mai 2013 musste er aber mehrfach erleben, wie Gesinnungskameraden und Geheimdienst-V-Leute im Zeugenstand ihre Rolle herunterspielten, obwohl sie nach Meinung vieler Prozessbeobachter mit ähnlicher Berechtigung auf der Anklagebank sitzen könnt...

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