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10.01.2015 / Ausland / Seite 7

Kleiner Sieg

Shell zahlt Betroffenen einer Ölkatastrophe im Nigerdelta Entschädigungen, weist aber die Hauptverantwortung weiter von sich

Simon Loidl

Shell zahlt Bewohnern des Nigerdeltas 55 Millionen Pfund (etwa 70,3 Millionen Euro) an »Entschädigung« für eine Ölkatastrophe im Jahr 2008. Dies ist das Ergebnis eines Mitte der Woche bekannt gewordenen außergerichtlichen Vergleichs zwischen dem Ölkonzern und Vertretern der nigerianischen Kommune Bodo. Dort flossen 2008 bis zu 500.000 Barrel Rohöl aus maroden Pipelines. Die Auswirkungen auf das lokale Ökosystem und in weiterer Folge auf die lokale Wirtschaft waren verheerend. Durch die Verunreinigung der Gewässer gingen die Fischbestände und Ernten zugrunde, die Einnahmen der Bevölkerung Bodos brachen ein, und gleichzeitig stiegen die Nahrungsmittelpreise.

Für die Betroffenen geht nun ein jahrelanger Kampf zu Ende. Shell hatte ihnen laut Medienberichten zunächst etwa 38 Millionen Euro in Verhandlungen angeboten, die parallel zu einem anlaufenden Gerichtsverfahren geführt worden waren. Angesichts des Ausmaßes der Katastrophe und ihrer langfristigen Nachwir...

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