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05.01.2015 / Schwerpunkt / Seite 3

Biedermänner und Brandstifter

Knut Mellenthin

Die Versuche, große »Pegida«-Demonstrationen auch in anderen Städten stattfinden zu lassen, führten bisher nicht zu Erfolgen. Anders als in Dresden, wo sich den ausländerfeindlichen Märschen Tausende von zumindest äußerlich »normal« erscheinenden »besorgten Bürgern« anschlossen, liegen die Aktionen vor allem in Nordrhein-Westfalen fest in der Hand von einschlägig bekannten Personen und Organisationen mit zum Teil jahrelangem Engagement in der rechtsextremen Szene.

Eine zentrale Rolle spielt dabei die um 2005 entstandene sogenannte Pro-Bewegung. Sie stützt sich hauptsächlich auf örtliche Gruppen wie »Pro Köln« oder »Pro Dortmund«. Die führenden Kräfte sind überwiegend Leute, die schon mindestens eine Mitgliedschaft in der NPD, der DVU, bei den Republikanern oder den rechts von der NPD agierenden neonazistischen »Kameradschaften« hinter sich haben. Viele Pro-Funktionäre haben sogar schon in mehreren solcher Organisationen gastiert. Es existieren darüber hin...

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