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05.01.2015 / Politisches Buch / Seite 15

Linke Kontroversen über Imperialismus und Russland

Arnold Schölzel

Der Krieg in der Ukraine zielt auf Russland. Er ist die Fortsetzung der Politik des Westens in den vergangenen 25 Jahren mit anderen Mitteln. Diese Politik war nur partiell auf Partnerschaft mit Moskau angelegt, sie setzte vor allem die Einkreisung und Hochrüstung des Kalten Krieges fort. Mit der Schürung bewaffneter Konflikte in geographischer Nähe zur Russischen Föderation erwies sie sich schon früh als imperialistische Aggressionspolitik. Viele in der deutschen Linken scheinen davon nichts mitbekommen zu haben. Das lässt sich jedenfalls aus Beiträgen in den jüngsten Ausgaben der Kommunistischen Arbeiterzeitung (KAZ) und des Freidenker, des Verbandsorgans des Deutschen Freidenker-Verbandes, entnehmen. Die KAZ titelt auf Seite eins »Abstand zu Russland ist Nähe zum Imperialismus!« und enthält einen Artikel der KAZ-Fraktion »Ausrichtung Kommunismus« unter dem programmatischen Titel »›Äquidistanz‹ zu Russland heißt Unterstützung des eigenen I...

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