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02.01.2015 / Inland / Seite 4

Hassideologien ausgetauscht

Rechtspopulistische Parteien ersetzen zunehmend Antisemitismus durch antimuslimischen Rassismus

Markus Bernhardt

Vor allem bei lupenreinen Neofaschisten gehört der Hass sowohl auf Juden als auch auf den Staat Israel zum politischen Kerngeschäft. Bei anderen rassistischen und sogenannten rechtspopulistischen Parteien ist dies hingegen keineswegs per se der Fall. Diese setzten vielmehr zunehmend auf eine explizite Israel-Solidarität.

Erst im Dezember trimmte Heinz-Christian Strache, Chef der rechten FPÖ in Österreich, seine Partei erneut auf Pro-Israel-Kurs. »Wir stehen voll und ganz zum Existenzrecht Israels und seinem Recht auf Selbstverteidigung«, zitierte ihn jüngst die österreichische Tageszeitung Die Presse. Gleichzeitig warnte Strache vor einer Art von »neuem Faschismus«, den er im radikalen Islam ausgemacht haben will. Dass die österreichischen Freiheitlichen unter Parteichef Strache »die Loyalität Israel gegenüber jetzt sogar zu ihrer neuen Parteidoktrin« machen wollten, sei »besonders bestürzend«, urteilte daraufhin die deutsche NPD.

Und die Israel-Solidarit...

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