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31.12.2014 / Inland / Seite 4

Die Akte »Nackedei«

Von wegen keine Regenbogenpresse in der DDR: Wie es dem ostdeutschen Magazin gelang, in Österreich wegen Unzucht auf den Index gesetzt zu werden

Matthias Krauß

Vor 60 Jahren stampfte die DDR binnen weniger Monate ihre gesamte »Regenbogenpresse« aus dem Boden. Das war eine der Reaktionen auf den 17. Juni des Vorjahres. Die maßgebliche Partei entschloss sich kurzfristig, die DDR-Tristesse am Zeitungskiosk aufzulockern und ihre klassenkämpferischen Appelle in den Tageszeitungen auch durch mehr »Unterhaltung« aufzuhübschen. Seit diesem Jahr oder wenig später erschienen Eulenspiegel, Wochenpost, Guter Rat, Mosaik, Sibylle, Die Sowjetfrau, Freie Welt, NBI, Atze – und nicht zu vergessen: das Monatsheft Magazin.

Mangels Alternativen handelte es sich bei diesen Neuschöpfungen durch die Bank um publizistische Erfolge – vielleicht abgesehen von Die Sowjetfrau. Das Magazin war aber nicht allein deshalb begehrt, weil es selten, sondern weil es auch oft sehr gut war. Krimis, Romanzen, Reportagen, Populärwissenschaft, Karikaturen, Kunst, Bildreportagen. Eine Ausnahmestellung nahm das Heft in einem Staat ein, dessen...

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