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30.12.2014 / Feuilleton / Seite 10

Schierer Darwinismus

Wirtschaft als das Leben selbst

Helmut Höge

In Deutschland haben wir gut lachen: Wir haben den Darwinismus schon hinter uns. Im angelsächsischen Raum ist er die Kehrseite des »Intelligent Design«. Die von ihm postulierte »Mutation«, neuerdings von den Genen hervorgerufen, lässt sich auch als »Stupid Design« begreifen, insofern dabei die »Intelligenz« erst durch die unsichtbare Hand des Marktes, d. h. der Selektion, ins Spiel der »Evolution« kommt.

Schon der Begründer der Nationalökonomie, Adam Smith, bestand darauf, dass ein Unternehmer für den Erfolg gar nicht dumm genug sein kann. Erst recht gilt das, wenn er auch noch »kooperiert« – und z. B. mit seinen »Mitanbietern auf dem Markt« ein Preiskartell verabredet. »Wenn vier Geschäftsleute zusammen stehen, kann man sicher sein«, so Adam Smith, »dass es gegen die Gesellschaft geht.«

Karl Marx, der »seinem« Proletariat ja durchaus auch etwas »Evolutives« unterstellte, bat Charles Darwin dann auch, ihm sein Hauptwerk »Das Kapital« widmen zu dürfe...

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