27.12.2014 / Inland / Seite 5

Deal mit Bombentechnologie

Geplanter Verkauf des Urananreicherers Urenco beunruhigt Umweltschützer. Zahlreiche Interessenten vom Hedgefonds bis zum japanischen Anlagenbauer

Reimar Paul

Der Urananreicherer Urenco mit seinen vier Anlagen in Deutschland, den Niederlanden, Großbritannien und den USA steht zum Verkauf. Kritiker befürchten, dass das Unternehmen – und damit die Technologie zur Herstellung auch atomwaffenfähigen Materials – in die Hände von Hedgefonds, Geheimdiensten oder Militärdiktaturen gelangen könnte. Ein Bieterverfahren läuft – bislang weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit. Im Gespräch ist ein Verkaufspreis von rund zehn Milliarden Euro.

Wie die Süddeutsche Zeitung am vergangenen Wochenende berichtete, ist die Liste der Interessenten lang. Demnach werden neben dem kanadischen Uranhändler Cameco, dem japanisch-britischen Anlagenbauer Toshiba Westinghouse und dem französischen Areva-Konzern Hedge- und Investmentfonds wie KKR, Blackstone oder Apax als mögliche Käufer gehandelt. Auch in Hongkong, Indien und dem Nahen Osten gebe es Begehrlichkeiten.

Urenco reichert Uran mittels der Zentrifugentechnik an...

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