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12.12.2014 / Feuilleton / Seite 11

Das fette Staunen

Gegen den Staat im Staate: Zum Tod des griechischen Schriftstellers Menis Koumantareas

Hansgeorg Hermann

Der Tod des griechischen Schriftstellers Menis Koumantareas hat am vergangenen Wochenende seine Leser und die Athener Literaturszene geschockt. Der 83 Jahre alte Verfasser von mehr als 20 Romanen und Novellen wurde am Samstag in seiner Wohnung im Stadtteil Kypseli tot aufgefunden, offenbar ermordet, wie ermittelnde Polizeibeamten zu Protokoll gaben. Außerhalb seines Landes war Koumantareas kaum bekannt, es gibt aus seinem Werk nur wenige Übersetzungen ins Deutsche. Wichtig war er für europäische und US-amerikanische Verleger vor allem als polyglotter Übersetzer englischer, deutscher und italienischer Klassiker ins Griechische, unter ihnen Ernest Hemingway, James Joyce, William Faulkner, Herman Melville, F. Scott Fitzgerald, Edgar Allan Poe, Georg Büchner, Hermann Hesse und Alberto Moravia.

Koumantareas war einer der schärfsten Beobachter der griechischen Gesellschaft. Nicht der bitterarmen Olivenbauern und Ziegenhirten freilich, sondern jenes Teils der Be...

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