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14.11.2014 / Inland / Seite 4

Kein Grund für Zweifel am Amt?

Berlin: Heftige Debatte um dubiose Auftragsvergabe an Betreiber von Flüchtlingsheimen. CDU-Sozialsenator sieht keine Unregelmäßigkeiten

Johannes Supe

Da baut einer ein Flüchtlingsheim und wird reich dabei. Wie so etwas in der Bundesrepublik funktioniert, zeigt eine aktuelle Diskussion um Auftragsvergaben mit Geschmäckle in Berlin. Es geht um die beiden Unterkunftsbetreiber PeWoBe und Gierso Boardinghouse, die über allerhand Verschachtelungen miteinander verbunden sind. Sie verwalten zusammen zwölf der 48 Berliner Heime und beherbergen 3.000 der etwa 12.000 derzeit in der Hauptstadt untergebrachten Flüchtlinge. Nicht alle Aufträge an die Firmen wurden jedoch öffentlich ausgeschrieben. Zudem soll es zu für die Betreiber günstigen Abweichungen von Musterverträgen gekommen sein, die bei der Vergabe von Flüchtlingsunterkünften üblicherweise genutzt werden. Als Gegenleistung wurden dann auch solche Häuser betrieben, deren Toiletten defekt sind und in denen »Zimmer« notdürftig mit Sperrholz voneinander getrennt werden, Schimmel inklusive. Gezahlt hat die Stadt dennoch. Wie das ARD-Magazin »Frontal21« Anfang d...

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