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14.11.2014 / Ausland / Seite 7

Mann aus der Vergangenheit

Anführer der »Serbischen Radikalen Partei« aus Haft in Den Haag entlassen. Destabilisierung des Landes befürchtet

Roland Zschächner

Und da war er wieder in Belgrad. Am Mittwoch landete Vojislav Seselj in der serbischen Hauptstadt. Knapp zwölf Jahre saß der Vorsitzende der ultranationalistischen »Serbischen Radikalen Partei« (SRS) in Den Haag in Haft. Ihm werden vom Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien schwere Verbrechen während der Kriege der 1990er Jahre vorgeworfen.

Anfang der Woche wurde Seselj aus »humanitären Gründen« entlassen - er ist an Krebs erkrankt und soll in Serbien behandelt werden. Vorausgegangen war eine Vereinbarung zwischen dem Gerichtshof und der Belgrader Regierung, die laut der Zeitung Vecernje novosti garantiert, dass der Angeklagte in Hausarrest kommen und nicht »am politischen Leben teilnehmen« wird.

Das Problem an der Sache: Seselj pfeift auf die Abmachung und hat bereits großspurig ankündigt, die aktuelle »Verräterregierung« von Aleksander Vucic nebst Präsident Tomislav Nikolic stürzen zu wollen. Auf einer Pressekonferenz am Donner...

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