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14.11.2014 / Inland / Seite 2

»Dieser Stadtteil hat sein Gesicht verloren«

Gentrifizierung in Frankfurt am Main: Der EZB-Neubau verdrängt ärmere Mieter. Dagegen gibt es Protest. Gespräch mit Stefan Klee

Interview: Gitta Düperthal

Die Europäische Zentralbank (EZB) zieht um in den Osten von Frankfurt am Main, die Mieten steigen dort gewaltig. Was tut sich in diesem Stadtteil im Schatten der EZB?

Der Frankfurter Osten ist eine einzige große Baustelle. Wo einst die Großmarkthalle stand, wo viele kleine und mittlere Betriebe angesiedelt waren und preisgünstiger Wohnraum zu haben war, wurde »entmietet«. Dort entstehen jetzt teure Eigentumsappartements, aber leider kein bezahlbarer Wohnraum. Innerhalb von wenigen Jahren hat der Stadtteil sein Gesicht verloren. Mit hohen Abfindungen wurden schon vor Jahren ärmere Mieter aus ihren Wohnungen hinauskomplimentiert.

Jetzt geht es in diesem Stadtteil auch sozialen Initiativen wie der türkisch-kurdischen Arbeiterorganisation DIDF an den Kragen ...

Ja, auch sie werden hinausgeworfen. Der Jugend- und Kulturverein, in dem die DIDF mitwirkt, hatte dort Gewerberäume angemietet - rechtlich kann man gegen die Kündigung des Mietvertrages nichts mache...

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