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06.11.2014 / Titel / Seite 1

Staatsfeind Nummer eins

Der meistgehasste Gewerkschaftsführer Deutschlands - GDL-Chef Weselsky von Massenmedien, Politikern und Wirtschaftsbossen zum Abschuss freigegeben

Daniel Behruzi

Feuer frei, alle gegen Claus Weselsky. Nachdem der Vorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) einen 109stündigen Streik im Bahnverkehr angekündigt hat, kennt die Journaille kein Halten mehr. Von »Bahnsinniger« bis »Rambo-Gewerkschafter« reichen die Schmähungen, mit denen beinahe sämtliche Presseerzeugnisse den 55jährigen am Mittwoch überzogen haben. Auch in der Politik hat sich eine ganz große Koalition der Anti-GDL-Hetzer zusammengefunden.

»Wer kann diesen Mann noch aufhalten?«, fragte die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Bild nannte Weselsky schlicht »den Bahnsinnigen« und rief kaum verklausuliert zum Mobbing auf: »Wer dem Bahnsinnigen noch direkt die Meinung geigen will, das ist seine Telefonnummer ... .« Focus ging noch einen Schritt weiter. Das Magazin zeigte den Wohnsitz des »wohl meistgehassten Deutschen« - Foto vom Klingelschild »Fam. Weselsky« inklusive. Nur der Nachbar spielte nicht mit. Der hält den GDL-Chef nämlich für einen »...

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