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28.10.2014 / Titel / Seite 1

Amazon macht krank

Erstmals nehmen Beschäftigte an fünf Standorten des Internetversandhändlers gleichzeitig den Arbeitskampf auf. Ver.di kündigt Streiks im Weihnachtsgeschäft an.

Claudia Wrobel

Die Gewerkschaft ver.di lässt beim Internethändler Amazon nicht nach und baut neuerlich Druck auf. Am Montag legten Beschäftigte an den Standorten in Bad Hersfeld (Hessen), Leipzig (Sachsen), Graben (Bayern), Werne und Rheinberg (beide Nordrhein-Westfalen) die Arbeit nieder. Damit begann der Streik erstmals bei fünf Niederlassungen gleichzeitig. Nach Angaben der Gewerkschaft beteiligten sich insgesamt etwa 2.000 Angestellte an dem Arbeitskampf, allein am größten deutschen Standort in Bad Hersfeld legten bis zu 600 Beschäftigte die Arbeit nieder. Dies sei allerdings schwierig in Relation zu setzen mit den eingesetzten Personen pro Schicht, erläuterte Mechthild Middeke, ver.di-Gewerkschaftssekretärin im Gespräch mit junge Welt. Offiziell waren im Frühjahr, zum Zeitpunkt der Betriebsratswahl, 3.500 Personen an dem Standort angestellt, allerdings sei es unmöglich abzuschätzen, wie die Schichten besetzt seien, da der Krankenstand mit 15 bis 20 Prozent bei dem ...

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