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16.10.2014 / Ausland / Seite 7

Almosen vom Staat

Millionen Griechen leben an oder unter der Armutsgrenze. Ein geringes garantiertes Grundeinkommen wird daran kaum etwas ändern

Heike Schrader

Premierminister Antonis Samaras wird nicht müde, die Folgen der in Griechenland seit vier Jahren angewandten Austeritätspolitik als Erfolgsgeschichte zu verkaufen. Ausländische Gläubiger und ihre Medien untermalen dies mit einem Lob für Griechenlands Reformen und Hinweisen auf gestiegene Aktienkurse und wiedererlangte Kreditwürdigkeit. Immer verbunden mit der Mahnung, auch in Zukunft bloß nicht vom rechten, sprich neoliberalen Weg abzuweichen.

Die Wirklichkeit aber sieht anders aus: Über 1,3 der etwa fünf Millionen arbeitsfähigen Griechen haben keinen Broterwerb, die allermeisten von ihnen bekommen schon lange nicht einmal mehr das auf 12 Monate befristete Arbeitslosengeld von etwa 360 Euro im Monat. In Folge hat etwa ein Drittel der Bevölkerung auch jede Krankenversicherung verloren, 6,3 der etwa 12 Millionen Griechen fristen ihr Dasein an oder sogar unterhalb der Armutsgrenze.

Zumindest den Letztgenannten will die Regierung nun helfen: 200 Euro im Monat...

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